Mit dem Eucell Gesundheitsbrief informiert uns Dr. med. Werner G. Gehring über unterschiedlichste Themen aus dem Gesundheitsbereich. Folgende Themen erwarten Sie in dieser Ausgabe:

Weniger Herzinfarkt und Schlaganfälle im Alter durch Statin-Gabe? // Grippeschutz durch Händedesinfektion? // Veneers (Verblendschalen) // Harnikontinenz beim Sport – ein häufiges Frauenproblem // Sport ist wichtig für psychisch Kranke! // Sind Unverträglichkeiten von Kosmetikprodukten altersabhängig? // Wichtige Tipps für Kontaktlinsenträger  // Metabolisches Syndrom: Vitamin C und Vitamin D helfen // Marine Omega-3-Fettsäuren erhalten Muskelmasse nach Immobilität  // Frühere Darmkrebsvorsorge bei Männern wichtig //Schlafprobleme schädigen die Herz-Kreislauf-Gesundheit

Gesundheit und Prävention

Weniger Herzinfarkt und Schlaganfälle im Alter durch Statin-Gabe?

Im höheren Alter steigt die Zahl der Herz-Kreislauf-Erkrankungen bekanntlich an. Bislang wurde zum Schutz vor Herzinfarkt und Schlaganfall vor allem den jüngeren Patienten der Cholesterin-Senker „Statin“ verschrieben. Weil die Wirkung offenbar erst nach einigen Jahren eintritt, wurden entsprechende Medikamente für Patienten über 70 Jahren eher zögerlich eingesetzt.

Eine aktuelle Studie, in der eine umfangreiche Auswertung dokumentierter Statin-Gaben erfolgte, zeigt jetzt jedoch, dass auch Risikopatienten im Alter von über 75 jahren von diesem Cholesterin-Senker profitieren.

Heute sind die älteren Menschen biologisch jünger als vor vielen Jahren. Außerdem sind Herz-Kreislauferkrankungen in diesem Alter risikoreicher als in den Lebensjahren zuvor. Allein diese beiden Gegebenheiten machen den Einsatz des Medikamentes zur Vorbeugung von Herzinfarkt und Schlaganfall immer lohnenswert, so die Studienautoren.

Wissenschaftler der Oxford Universität nahmen die Daten von über 180.000 Teilnehmern unter die Lupe. Ihnen wurde bereits die Einnahme von Statinen verordnet. Fast 15.000 von ihnen waren älter als 75 Jahre. Bei einer Beobachtungsdauer von mindestens fünf Jahren zeigte sich auch in dieser älteren Probandenguppe ein effektiver schützender Effekt vor Herzinfarkt und Schlaganfall.

Jüngere Menschen profitierten zwar in der Regel noch mehr von dem Medikament, doch auch die ansteigende Zahl der Herz-Kreislauferkrankungen im Alter könne absolut gesehen auf diese Weise reduziert werden.

Da Statine auch bei betagteren Patienten eines Diabetes mellitus Typ 2 das daraus folgende Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen senken können und ein Viertel der über 80-Jährigen hierzulande davon betroffen sind, muss den Statinen in dieser Zielgruppe ein wichtiger und sinnvoller Einsatz zugesprochen werden, so die Aussage der Deutschen Gesellschaft für Endokrinologie (DGE).

Gemeinsam mit dem Patienten solle daher der mögliche Nutzen auch im höheren Alter besprochen und über einen Einsatz der medikamentösen Cholesterinsenkung entschieden werden.

Grippeschutz durch Händedesinfektion?

Zum Schutz vor ansteckenden Grippe- und Erkältungsviren benutzen immer mehr Menschen Desinfektionsmittel für die Hände. Mittlerweile werden sie in flüssiger Form, als Gel oder in Form von Tüchern angeboten. In der Erkältungszeit finden derartige Desinfektionsmittel für den Hausgebrauch reißenden Absatz in der Hoffnung, die Ansteckungsgefahr zu reduzieren.

Die Nutzer sollten jedoch in ihrer Absicht bedenken, dass nicht unbedingt alle Viren durch entsprechende Mittel abgetötet werden. Die klassische Erkältung zum Beispiel ist in den meisten Fällen auf sogenannte Rhinoviren zurückzuführen. Aufgrund ihres Aufbaus sind sie gegen manche Desinfektionsmittel unempfindlich, während die klassischen Grippeviren leichter abzutöten sind.

Um auf Nummer sicher zu gehen, sollte man daher bei der Wahl des Desinfektionsmittels darauf achten, dass diese bezüglich ihrer Wirksamkeit als „viruzid“ und nicht nur als „begrenzt viruzid“ gekennzeichnet sind. 

Weiterhin ist auf eine richtige Anwendung zu achten, in der die trockenen Hände mindestens 30 Sekunden mit dem Mittel benetzt sind. Wer die Hände nach dem Waschen desinfizieren möchte, sollte mindestens acht Minuten warten. Nach dieser Zeit ist das Wasser auch aus den Hautporen der Hände wieder verschwunden, und das Desinfektionsmittel kann richtig einwirken.

Es stellt sich jedoch auch grundsätzlich die Frage, ob im Alltag die regelmäßige Nutzung von Desinfektionsmitteln angebracht ist. Laut Aussage der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) ist eine Händedesinfektion für die meisten Menschen im alltäglichen Leben nicht notwendig. Es sei denn, man hat viel mit kranken Menschen zu tun, man ist viel auf Reisen in Ländern, in denen höhere Hygienemaßnahmen empfohlen werden, oder man hat in Ausnahmefällen nicht die Möglichkeit, sich die Hände zu waschen.

Grundsätzlich ist ein gewissenhaftes Waschen der Hände, bei dem das Reinigungsmittel auch zwischen den Fingern mindestens 20 Sekunden verrieben wird, ausreichend, um bis zu 99 % der Grippe- und Erkältungsviren abzutöten.

Zahngesundheit und Zahnästhetik

Veneers (Verblendschalen)

Bei Veneers handelt es sich um hauchdünne, in der Regel labortechnisch hergestellte Verblendschalen aus Keramik, die insbesondere für den Frontzahnbereich angefertigt werden.

Die Veneertechnik leistet in der ästhetischen Zahnmedizin einen wesentlichen Beitrag, um dem Patienten zu einem attraktiveren und somit selbstsicheren schönen Lächeln zu verhelfen. Dennoch sollten der Planung von Veneers so grundlegende Behandlungsmaßnahmen wie die Intensivierung der individuellen Mundhygienetechnik, regelmäßige zahnärztliche Untersuchungen und professionelle Zahnreinigung (PZR) vorausgehen.

 

  • Indikationen (Anwendungsgebiete)
  • kleinere Frontzahn-Schneidekantenfrakturen
  • anatomische Formanomalitäten, z. B. Zapfenzahn oder mesialisierte (kieferorthopädisch nach vorn bewegte) Eckzähne in Position eines zweiten Schneidezahns bei dessen Nichtanlage
  • kosmetische oder funktionelle Schneidekantenverlängerung
  • Zahnverfärbungen
  • Ersatz ästhetisch unbefriedigender Frontzahnfüllungen, insbesondere schmelzumgrenzte Zahnhalsfüllungen
  • geringgradige Schmelzhypoplasie (Schmelzbildungsstörung), die kein ausreichendes Angebot an gesundem Schmelz erwarten lässt
  • geringgradige Zahnfehlstellungen
  • Schluss eines Tremas (Diastema mediale) oder anderer Diastemen (Lücken) im Frontzahnbereich
  • als Kompromiss bei jugendlichen Patienten mit ausgedehnter Pulpa (Zahnmark), durch die sich eine an sich indizierte Überkronung noch verbietet, um Zeit zu gewinnen

Sport

Harnikontinenz beim Sport – ein häufiges Frauenproblem

Viele Frauen sind von einem ungewollten Verlust von Urin beim Sport, der Harninkontinenz, betroffen.

In einer brasilianischen Studie wurden die Ergebnisse mehrerer Untersuchungen zu diesem Thema näher untersucht. Die Ergebnisse von 1.714 Studienteilnehmerinnen im Alter von durchschnittlich 24 Jahren flossen in die Studie ein.

Besonderes Augenmerk wurde darauf gelegt, ob es unterschiedliche Zusammenhänge bei einzelnen Sportarten gibt. Kommt es eher bei Sportarten, in denen viel gerannt wird, wie zum Beispiel bei Ballsportarten, zum Urinabgang? Wie verhält es sich beim Schwimmen oder bei weiteren anderen Sportarten?

Im Ergebnis zeigte sich, dass etwa 36 % der sportlich aktiven Frauen von einer Harninkontinenz betroffen sind. Entgegen der Annahmen war der Harnverlust bei den stark beanspruchenden Sportarten wie Volleyball, Fußball, Joggen oder Tennis nicht merkenswert höher als bei den Sportarten wie Aerobic oder Schwimmen, bei denen es zu weniger Aufprallbewegungen und harten Bodenkontakten des Körpers kommt.

Leider beenden viele betroffene Frauen ihre regelmäßigen sportlichen Aktivitäten, weil sie die Unannehmlichkeit des ungewollten Urinverlusts nicht ertragen möchten. Mit Hilfe bestimmter erlernbarer Strategien und Methoden zur Stabilisierung der Beckenbodenmuskulatur könnte einer Harninkontinenz jedoch erfolgreich entgegengewirkt werden.

Sport ist wichtig für psychisch Kranke!

Wir Deutschen bewegen uns im internationalen Vergleich bekanntlich viel zu wenig. Lediglich höchstens 40 % der Bundesbürger erreichen das von der WHO empfohlene Mindestmaß von 150 Minuten körperlicher Betätigung oder 75 Minuten sportlicher Aktivität. Ein Mangel an Bewegung bleibt nicht ohne Folgen für die Gesundheit. Insbesondere Betroffene einer psychischen Erkrankung könnten von einem hohem Maß an regelmäßiger sportlicher Aktivität profitieren.

Psychisch Kranke haben eine deutlich reduzierte Lebenserwartung, die zu einem sehr großen Teil darauf zurückzuführen ist, dass körperliche Folgeerkrankungen häufiger auftreten. Kardiovaskuläre Erkrankungen beispielsweise kommen bei ihnen im Vergleich zu psychisch Gesunden zwei- bis dreimal häufiger vor. Auch Erkrankungen wie das metabolische Syndrom werden bei den psychisch Kranken etwa doppelt so häufig diagnostiziert.

Tumorerkrankungen hingegen scheinen in beiden Gruppen gleich häufig aufzutreten. Psychisch Kranke könnten viele Folgeerkrankungen vermeiden und damit ihre Lebenserwartung erhöhen, indem sie sich deutlich mehr körperlich bewegen. Klinische Beweise dafür lägen ausreichend vor, so die Aussagen vieler Mediziner

Inwiefern sich Sport positiv auf die direkten Symptome einer psychischen Erkrankung, wie beispielsweise Ängste, Depressionen und einzelne Psychosen, auswirke, müsse noch in umfangreicheren Studien untersucht werden. Fest steht, dass auch hier eine positive Wechselwirkung zwischen diesen Symptomen und einer regelmäßigen sportlichen Aktivität vorliegt. So würden die Betroffenen etwa emotional stabiler, ein stärkeres Selbstwertgefühl aufbauen und stresstoleranter werden.

Während einer stationären Behandlung könnten die psychisch Kranken leichter an entsprechende Bewegungsprogramme herangeführt werden. Sobald sie jedoch in ihren häuslichen Alltag zurückkehren, fehlen die Motivation sowie entsprechende Sportangebote. Besonders wichtig ist es, ein individuell angepasstes Trainingsprogramm zu entwickeln und umzusetzen, so dass es vor allem zu Beginn nicht zur körperlichen Überforderung, aber dennoch zur langsamen Leistungssteigerung kommen kann.

Beauty und ästhetische Medizin

Sind Unverträglichkeiten von Kosmetikprodukten altersabhängig?

Immer wieder gibt es Unterschiede in der Verträglichkeit von äußerlich angewendeten Kosmetika. Während die einen Verbraucher einzelne Cremes & Co. gut vertragen, kommt es bei den anderen zu unangenehmen Nebenwirkungen wie beispielsweise Austrocknung der Haut, Ekzemen, Ausschlägen oder zu einem Brennen auf den betroffenen Hautpartien. Die Unverträglichkeitsreaktionen betroffener Kosmetikanwender scheinen dabei sehr unterschiedlich zu sein, auch wenn es sich um vergleichbare Produkte handelt.

Eine Studie versuchte vor diesem Hintergrund zu erkunden, worauf die unterschiedlichen Reaktionen zurückzuführen sein könnten. Sie sollte Aufklärung darüber geben, ob das Alter oder Geschlecht der Verbraucher Einfluss haben könnten auf die Art der Unverträglichkeitsreaktion, die durch Kosmetika hervorgerufen wurden.

Über 223 Frauen, die in eine Klinik eingewiesen wurden, weil Kosmetika nicht vertragen wurden, wurden näher unter die Lupe genommen. Bezüglich der klinischen Symptome war es bei etwa 80 % der Patienten zu extremen Hautrötungen und bei 48 % zu Hautschwellungen (Ödemen) gekommen. Die Hautreaktionen wie trockene Stellen oder Bläschenbildung traten eher bei älteren Studienteilnehmern auf als bei jüngeren.

Die jüngeren Patienten waren hingegen häufiger von akneähnlichen Ausschlägen betroffen. Papeln beziehungsweise kleine Knötchen bildeten sich eher bei den älteren Probanden. Geschlechterspezifische Unterschiede gab es bei der Häufigkeit der Unverträglichkeitsreaktionen eher nicht.

Die Studienautoren kommen zu dem Schluss, dass die Kosmetika, bevor sie auf den Markt kommen, intensiver getestet werden müssen. Einerseits treten vermehrt Nebenwirkungen auf bei solchen Inhaltsstoffen, die eigentlich bisher als gut verträglich galten, wie beispielsweise Konservierungsstoffe oder Stearinsäure.

Anderseits sollten die Tests möglicherweise zunehmend auf unterschiedliche Altersgruppen ausgeweitet werden. Auch müssten die verschiedenen Hauttypen und -gegebenheiten stärker berücksichtigt werden, denn bereits läsierte, vorgeschädigte oder durch eine Krankheit beeinträchtigte Haut würde sicherlich andere Reaktionen zeigen als eine normale, gesunde Haut.

Wichtige Tipps für Kontaktlinsenträger

Kontaktlinsen liegen bei Menschen mit Sehschwäche stark im Trend. Zum einen bieten sie praktischen Tragekomfort, zum anderen korrigieren sie die Sehstärke unauffällig. Wer die Linsen angenehm und beschwerdefrei tragen möchte, sollte wichtige Tipps beachten.

Es werden die großen, flexiblen beziehungsweise weichen Linden von den formstabilen harten Linsen unterschieden. Die ersteren haben einen größeren Durchmesser und sind aufgrund ihrer weichen Form anpassungsfähiger. Ein guter Tragekomfort ist in der Regel schnell gegeben.

Die härteren Linsen zeichnen sich durch einen kleineren Durchmesser aus und haben demnach weniger Auflagefläche auf der Linse. Daraus ergibt sich ein möglicher Nachteil, weil die Kontaktlinse leichter verrutschen kann. Andererseits trägt sie sich möglicherweise angenehmer, weil das Auge nicht so leicht austrocknet. Zudem ist sie geeignet, Hornhautverkrümmungen zu reduzieren.

Eine medizinische Untersuchung ist unbedingt ratsam, um mögliche Entzündungen oder krankhafte Veränderungen der Augen auszuschließen und die richtige Auswahl treffen zu können. So muss beispielsweise auch geklärt werden, wie häufig die Betroffenen die Kontaktlinsen tragen möchten, um dann das geeignete Modell auszuwählen.

Die Dauer der Linsen-Haltbarkeit wird ebenfalls durch ihre Beschaffenheit bestimmt. Während formstabile, harte Kontaktlinsen bis zu zwei Jahre genutzt werden können, sind Tages- oder Monatslinsen entsprechend der Herstellerangaben unbedingt zu wechseln, um dauerhafte, folgenschwere Hornhautverletzungen zu vermeiden.

Eine regelmäßige Reinigung der Linsen ist unbedingt anzuraten, um Stoffwechselabfallprodukte, Schmutz und Keime, die sich unter den Linsen ansammeln, zu beseitigen. Vor dem Kontakt der Linsen müssen die Hände gewaschen sein. Auf der sauberen Handinnenfläche wird die Linse mit einem Reinigungsmittel gesäubert und anschließend mit Kochsalzlösung (niemals mit Leitungswasser!) abgespült.

Eine regelmäßige Desinfektion in passender Lösung sollte jede Nacht in einem Aufbewahrungsgefäß erfolgen. Auch dieses Behältnis muss regelmäßig desinfiziert und nach maximal einem halben Jahr gewechselt werden. Sofern diese wichtigen Regeln eingehalten werden, bieten Kontaktlinsen ein gutes Ergebnis sowohl für die Gesundheit als auch für den Sehkomfort, ohne das Äußere zu verändern.

Vitalstoffe und Ernährung

Metabolisches Syndrom: Vitamin C und Vitamin D helfen

Das metabolische Syndrom ist eine Sammelbezeichnung verschiedener Krankheiten und Risikofaktoren für Herz-Kreislauferkrankungen. Zu den Risikofaktoren gehören starkes Übergewicht, Bluthochdruck, erhöhter Blutzuckerspiegel und ein gestörter Fettstoffwechsel. Nach den Ergebnissen einer aktuellen Studie könnte die zusätzliche Einnahme von Vitamin C und Vitamin D Menschen mit metabolischem Syndrom helfen. 

Die Wissenschaftler teilten 180 Männer und Frauen im Alter zwischen 30 bis 50 Jahren und mit einem metabolischen Syndrom in sechs Gruppen ein. Jeder Gruppe erhielt über drei Monate entweder täglich 500 mg Vitamin C oder 50 µg Vitamin D (2.000 IE) oder ein Placebo mit oder ohne zusätzlichem Sportprogramm.

Ergebnisse

Die Vitamin D-Gruppe erzielte eine bessere Wirkung als die anderen Gruppen. Die Wissenschaftler beobachteten eine Verbesserung des Nüchternglucose-, Gesamtcholesterin- und  LDL-Cholesterin-Wertes sowie des Blutdruckes. Die Wirkung von Vitamin C war dafür ausgeprägter im Hinblick auf den Bauchumfang sowie die Triglycerid- und HDL-Cholesterinspiegel. Einen Einfluss auf das Gewicht hatte keines der beiden Vitamine.

Zusammenfassung

Vitamin C und Vitamin D können zahlreiche Parameter von Patienten mit einem metabolischen Syndrom verbessern. Eine Kombination mit körperlicher Betätigung kann die Wirkung maximieren.

 

Marine Omega-3-Fettsäuren erhalten Muskelmasse nach Immobilität

Eine Immobilität von Gliedmaßen bspw. nach Operationen führt innerhalb weniger Tage zu einem Muskelschwund, bei der Muskelproteine abgebaut werden. Wissenschaftler von der McMaster Universität in Hamilton untersuchten in einer Studie, ob die Einnahme von hochdosierten marinen Omega-3-Fettsäuren aus Fisch den Muskelabbau verhindern kann. 

Insgesamt 20 normalgewichtige, junge Frauen erhielten für 4 Wochen entweder 5.000 mg marine Omega-3-Fettsäuren Eicosapentaensäure (EPA) und Docosahexaensäure (DHA) oder ein Placebo. Anschließend wurde ein Bein der Frauen für 2 Wochen ruhig gestellt. Vor und nach der Immobilität sowie nach einer zweiwöchigen Erholungsphase wurde im betroffenen Bein der Frauen die Muskelgröße und Muskelmasse bestimmt.

Ergebnisse

Die Autoren berichteten in ihrer Studie, dass Frauen, die EPA und DHA eingenommen hatten, aufgrund der Immobilität deutlich weniger Muskelmasse verloren als Frauen der Placebogruppe. Die Bildung von Muskelprotein war bei Frauen der Omega-3-Gruppe in allen Phasen vor und nach der Immobilität sowie nach der Erholungsphase eindeutig höher als in der Placebogruppe.

Zusammenfassung

Die Studie bestätigt, dass marine Omega-3-Fettsäuren den Muskelverlust aufgrund einer Immobilität reduzieren können.

Anti-Aging – Alt werden, jung bleiben

Frühere Darmkrebsvorsorge bei Männern wichtig

In Deutschland nutzen immer noch zu wenig Menschen die empfohlene Darmkrebsvorsorge, obwohl es so wichtig ist, eine mögliche Krebserkrankung frühzeitig zu erkennen und damit den Therapieerfolg zu erhöhen. Jedem Versicherten ab einem Alter von 50 Jahren wird eine entsprechende Stuhluntersuchung pro Jahr empfohlen.

Zudem soll eine kostenlose Darmspiegelung ab 55 Jahren in einem zehnjährigen Turnus eine gute Darmkrebsvorsorge gewährleisten. Laut Angaben des Deutschen Krebsinformationsdienstes wird dieses Angebot lediglich von maximal 30 % der Krankenversicherten genutzt.

Da zunehmend viele Männer bereits vor dem 55. Lebensjahr von einer Darmkrebserkrankung betroffen sind, wird die erste empfohlene Darmspiegelung neuerdings bereits ab dem 50. Jahr ausgewiesen. Diese neue gesetzliche Regelung, voraussichtlich ab April diesen Jahres, verdeutlicht, wie wichtig es ist, dieses Angebot auch wahrzunehmen.

Es ist geplant, den betroffenen Menschen ab Mitte 2019 ein Schreiben zukommen zu lassen, welches an einen Früherkennungstermin erinnern soll. Ein entsprechendes „Krebsfrüherkennungsregistergesetz“ stellt die Basis für derartige Einladungsschreiben dar.

Laut Angaben des Krebsinformationsdienstes erkranken jährlich 60.000 Menschen hierzulande an Darmkrebs. Pro Jahr sterben in Deutschland durchschnittlich mindestens 25.000 Menschen an Darmkrebs. Seitdem es die gesetzliche Krebsvorsorge gibt, sind laut Schätzungen bereits etwa 180.000 Krebserkrankungen frühzeitig erkannt und erfolgreich behandelt worden. 

Schlafprobleme schädigen die Herz-Kreislauf-Gesundheit

Ein Drittel unseres Lebens sollten wir Menschen schlafen. Doch immer weniger gelingt es uns, ausreichend und regelmäßig zu schlafen, damit sich der Körper erholen und sich die lebensnotwendigen Körperfunktionen regenerieren können. Wie sich derartige Schlafprobleme auf die Gesundheit unseres Herzens und Kreislaufs auswirken, untersuchten chinesische Wissenschaftler im Rahmen einer groß angelegten Übersichtsstudie.

In einem Zeitraum von mindestens drei und maximal 30 Jahren wurden der Gesundheitszustand und die Schlafgewohnheiten von 160.000 Studienteilnehmern wiederkehrend untersucht und ausgewertet. Dabei wurden bei etwa 12.000 Menschen Erkrankungen des Herz-Kreislauf-Systems festgestellt, wie beispielsweise ein Infarkt, ein Schlaganfall, eine koronare Herzerkrankung oder ein zu schwaches Herz.

 Bei der Auswertung zeigte sich, dass Menschen mit Einschlafproblemen ein um bis zu 27 % erhöhtes Risiko hatten, mit einer Herz-Kreislauf-Erkrankung konfrontiert zu werden. Auch Durchschlafprobleme und ein schlechter, wenig erholsamer Nachtschlaf lassen das Erkrankungsrisiko um bis zu 18 % ansteigen.

 Zurückzuführen ist dieser alarmierende Zusammenhang zwischen einer Schlafstörung und der Gesundheit des Herzens vermutlich darauf, dass bei einem weniger erholsamen Schlaf der körpereigene Stoffwechsel leidet sowie der Hormonhaushalt beeinträchtigt wird. Zudem kommt es zum Blutdruckanstieg und zur übermäßigen Ausschüttung von krankmachenden Entzündungsbotenstoffen.

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