Mit dem Eucell Gesundheitsbrief informiert uns Dr. med. Werner G. Gehring über unterschiedlichste Themen aus dem Gesundheitsbereich. Folgende Themen erwarten Sie in dieser Ausgabe:

Schützt eine fischreiche Ernährung Kinder vor Asthma? // Allergieprävention bei Kindern durch elterliches Ablutschen des Schnullers // Internes Bleaching // Langsamere Zellalterung durch Ausdauersport // Deutsche Kinder und Jugendliche haben schlechtes „Bewegungszeugnis“ // Keimbelastung auf Brillen // Beeinflussen Kosmetika in der Schwangerschaft die spätere Pubertät des Kindes? // Erkältungen: Vitamin C verkürzt Dauer und lindert Symptome // Zinkmangel im Alter // Schlaganfallrisiko maßgeblich durch ungesunden Lebensstil bestimmt, durch Vererbung weniger // Geringeres Brustkrebsrisiko bei Frühaufsteherinnen?

Gesundheit und Prävention

Schützt eine fischreiche Ernährung Kinder vor Asthma?

Wie gesund eine herkömmliche mediterrane Küche mit viel Obst und Gemüse und reichlich Fisch ist, zeigt eine Studie aus Australien. Demnach könnten insbesondere auch junge Asthmatikerinnen von einem hohen Anteil an Fisch auf dem wöchentlichen Speiseplan profitieren.

Im Rahmen einer Studie wurden 64 Kinder im Alter zwischen 5 und 12 Jahren näher unter die Lupe genommen. Sie waren alle von einer leichten asthmatischen Erkrankung betroffen. Während die Hälfte von ihnen für die Dauer von sechs Monaten mindestens zweimal wöchentlich fettreichen Fisch wie Lachs, Hering, Makrele oder Thunfisch aß, wurde an der Ernährung der zweiten Teilnehmerhälfte nichts geändert. Sie diente somit als Kontrollgruppe.

Mit Hilfe einer Stickoxid-Messung in der Atemluft der Kinder vor und nach dem halben Jahr konnten Rückschlüsse auf das Vorhandensein möglicher Entzündungen in den Atemwegen, so wie sie bei einer asthmatischen Erkrankung vorliegen, gezogen werden. Diese Messung wird auch FeNO-Messung genannt.

Am Ende des Studienzeitraums ergab sich, dass diejenigen Kinder, die mindestens zweimal wöchentlich Fisch gegessen hatten, deutlich niedrigere Stickstoffwerte in ihrer Atemluft hatten. Der sogenannte FeNO-Wert lag eindeutig niedriger als vor den sechs Monaten. Daraus lässt sich schließen, dass die Entzündungsprozesse in den Atemwegen abgenommen hatten.

Die anti-entzündlichen Eigenschaften der im fettreichen Fisch enthaltenen Omega-3-Fettsäuren haben damit offensichtlich einen positiven Effekt bei asthmatischen Kindern. Die krankhaften Entzündungen der Bronchien und Bronchiolen scheinen dadurch weniger stark zu sein. Unnötige krampfartige Verengungen der unteren Atemwege mit Husten und Atemnot konnten durch den fettreichen Fisch bei Kindern reduziert werden. Ob diese positive Schutzeigenschaft auch auf erwachsene Asthmatiker zutrifft, bleibt in weiteren Studien zu klären.

Allergieprävention bei Kindern durch elterliches Ablutschen des Schnullers

Wer kennt das nicht, dass die Schnuller des Nachwuchses aus dem Mund rutschen und unsanft auf den Boden landen? In der Vergangenheit wurde den Eltern oft zugesprochen, den Sauger abzuspülen oder gar zu sterilisieren, bevor er zurück in den Mund seines Besitzers wandert. Eigenständiges Ablutschen durch die Erwachsenen sollte demnach eher vermieden werden, weil dadurch möglicherweise unerwünschte Keime der Eltern in den Mund der Neugeborenen gelangen könnten.

Laut dem Ergebnis einer US-amerikanischen Studie scheint nun aber gerade die letztere Praxis für den Nachwuchs von Vorteil zu sein, wenn es darum geht, das Kind zukünftig vor Allergien zu schützen. Wissenschaftler der Universität in Buffalo konnten belegen, dass das Allergierisiko der Schnullerträger gesenkt werden konnte, sofern die Schnuller zwischenzeitlich von den Eltern im eigenen Mund „gereinigt“ wurden.

128 Mütter wurden für die Dauer von 1 ½ Jahren wiederkehrend befragt, insbesondere darüber, wie sie einen heruntergefallenen Schnuller reinigten. Während der Großteil von ihnen die Sauger mit Wasser und gegebenenfalls Seife säuberten oder sogar sterilisierten, gab ein geringerer Teil zu, zur Reinigung auch ab und zu den eigenen Mund zu nutzen.

Die Immunglobulin-Werte (IgE), das heißt die Werte, die im Blut auf mögliche Antikörper hinweisen und eine erhöhte Allergiebereitschaft des Körpers markieren können, wurden bei den Kindern gemessen.
Im Ergebnis zeigte sich, dass die allergiekennzeichnenden IgE-Werte bei denjenigen Kindern, deren Mütter die Schnuller gelegentlich ablutschten, geringer waren als bei den Kindern der Mütter mit den anderen beiden Reinigungsmethoden.

Die Wahrscheinlichkeit, eine Allergie zu entwickeln, war bei ihnen somit reduziert. Dieser positive Effekt konnte bei Kleinkindern ab einem Alter von 10 Monaten beobachtet werden. Ob dieser früh erworbene Schutz ein ganzes Leben lang anhält, bleibt noch zu klären.

Bestimmte schützende Mikroorganismen werden laut Aussagen der Wissenschaftler auf den Nachwuchs offensichtlich übertragen. Vorsicht bei dieser Methode ist jedoch den Eltern geboten, die von einer ansteckenden Viruserkrankung, wie beispielsweise einem Herpes, betroffen sind.

Zahngesundheit und Zahnästhetik

Internes Bleaching

Beim internen Bleaching (Synonyme: Walking-Bleach-Technik; Walking-Bleach- Methode; interne Bleichung; internes Bleichen) handelt es sich um ein Verfahren zur Aufhellung eines verfärbten devitalen (marktoten) wurzelbehandelten Zahnes, wofür das Bleichagens (Bleichmittel) für einige Tage in den Zahn eingebracht wird und unter dichtem Verschluss seine Wirkung bis zum gewünschten Aufhellungsergebnis entfalten kann.

Ursächlich für die Verfärbung eines devitalen Zahnes kommen v. a. Blutabbauprodukte und Eiweißzerfallsstoffe aus der nekrotisch zerfallenen Pulpa (dem abgestorbenen Zahnmark) in Frage. Eisen wird freigesetzt, das in die Dentinkanälchen gelangt und dort mit bakteriell erzeugtem Schwefelwasserstoff (H2S) zu bräunlich-grauen Farbstoffen reagiert.

Als Bleichagens (Bleichmittel) bieten sich folgende Möglichkeiten an; die Komponenten werden jeweils unmittelbar vor Anwendung frisch zu einer Paste in sahniger Konsistenz angemischt:

  • 30%-iges Wasserstoffperoxid (Wasserstoffsuperoxid, H2O2) und Natriumperborat; das hierbei angesetzte Gemisch weist einen stark sauren pH-Wert von 2-3 auf.
  • 3%-iges Wasserstoffperoxid (1 ml) und Natriumperborat (2 g); das Gemisch reagiert mit einem stark alkalischen pH-Wert von 9-11.
  • Natriumperborat und Wasser; auch bei diesem Gemisch wird Wasserstoffperoxid als reaktives Agens abgespalten.

Der Bleichvorgang beruht auf der Wirkung des Wasserstoffperoxids. Dieses ist ein starker Radikalbildner, der chromogene Substanzen in farblose Reaktionsprodukte umwandelt und Metalloxide reduziert. Während bei letztgenanntem Gemisch die Bleichwirkung verzögert einsetzt und ein häufigerer Austausch der Bleicheinlage nötig sein kann, unterscheiden sich die beiden mit H2O2 angesetzten Gemische trotz des großen Konzentrationsunterschiedes hinsichtlich ihrer Effektivität nicht. Da aber das Risiko einer zervikalen Resorption (Auflösung der Zahnhartsubstanz im Zahnhalsbereich) mit der Anwendung von 30%-igem H2O2 in Verbindung gebracht wird, gilt die Empfehlung zur Anwendung des zweiten Gemischs mit nur 3%-igem H2O2 und Natriumperborat.

Indikationen (Anwendungsgebiete)
Das interne Bleaching ist ausschließlich für devitale (marktote) Zähne geeignet, die mit einer suffizienten Wurzelkanalfüllung versorgt sind und keinerlei Symptome aufweisen. Ist der Zahnhartsubstanzverlust im Kronenbereich nur gering, kann sich das interne Bleaching als einzige Behandlungsmaßnahme anbieten. Bei größerem Substanzverlust und dadurch bedingter Indikation zur Versorgung mit einer Teilkrone oder Krone kann ein vorheriges Bleaching sinnvoll sein, da sich die Zahnverfärbung in der Regel bis in den Wurzelbereich erstreckt und deshalb durch die dünne Gingiva (Zahnfleisch) im Zahnhalsbereich durchschimmern kann.

Sport

Langsamere Zellalterung durch Ausdauersport

Wer dreimal wöchentlich mindestens für die Dauer von 45 Minuten Ausdauersport oder ein Intervalltraining betreibt, hält sich nicht nur körperlich fit, sondern beeinflusst den Zellalterungsprozess positiv. Wissenschaftler der Leipziger Universität haben belegen können, dass sich bestimmte Marker für das biologische Alter des Menschen, sogenannte Telomere, auf diese Weise vorteilhaft verändern. Die altersbedingte Zellteilung beziehungsweise die Zellalterung wird demnach verlangsamt. Dieser positive Effekt ist bei einem vergleichbaren Krafttraining nicht zu beobachten.

Im Rahmen einer Studie mit 266 bisher eher unsportlichen Erwachsenen mittleren Alters untersuchten die Forscher, inwieweit die Länge der Telomere als maßgebliches Indiz für das Voranschreiten der Zellalterung durch Sport erhöht werden konnte. Denn, je länger die Telomere, desto geringer ist die Zellteilung und der damit verbundene Alterungsprozess fortgeschritten.

Eine Gruppe der Studienteilnehmer führte dreimal wöchentlich ein 45-minütiges Ausdauertraining durch. Die zweite Gruppe absolvierte in gleichem Maße ein Intervalltraining, und die dritte Gruppe hielt sich mit vergleichbarer Intensität durch ein Kraft-Zirkeltraining fit. Eine weitere Gruppe diente als Kontrollgruppe ohne sportliches Training.

Nach einem Zeitraum von einem halben Jahr konnte in allen Sportgruppen eine Verbesserung der Körperfitness gemessen werden. Doch in Bezug auf die ausschlaggebende Länge der Telomere gab es bei den drei Sportlergruppen deutliche Unterschiede. Interessanterweise hatte das Krafttraining ebenso wie die absolute Sportträgheit keine positive Auswirkung auf die Länge der Telomere und somit auf die Zellalterung bewirkt.

Die Telomere waren fortlaufend kürzer geworden. Die Ausdauer- beziehungsweise Intervallsportler jedoch konnten die Länge ihrer Telomere um 3,3 bis 3,5 % verlängern und damit eine vorzeitige Zellalterung etwas aufhalten.

Somit wurde erneut ein Beleg dafür geschaffen, dass ein optimales, gesundes Sportprogramm immer aus einem Ausdauertraining bestehen sollte, das gegebenenfalls durch ein Krafttraining ergänzt wird.

Deutsche Kinder und Jugendliche haben schlechtes „Bewegungszeugnis“

Eine Studie der Active Healthy Kids Global Alliance hat bestätigt, dass die Kinder und Jugendlichen hierzulande im internationalen Vergleich schlecht abschneiden, wenn es darum geht, die regelmäßige körperliche Aktivität zu bewerten. Auffallend viele Stunden pro Tag verbringen sie vor dem Fernseher oder Computer.

Ein Zusammenschluss aus mehreren Forschungsinstituten untersucht seit 2014 über 50 Staaten weltweit bezüglich der Bewegungsintensivität ihrer Bürger. Erstmals wurden nun auch in Deutschland verschiedene Quellen und Berichte ausgewertet.

Im Ergebnis erhielten die Deutschen in acht unterschiedlichen, bewerteten Bereichen dreimal die Note „ausreichend“ und einmal „befriedigend“. Sie haben sich damit ein eher mittelprächtiges Bewegungszeugnis verdient. Lediglich in Bezug auf die Rahmenbedingungen, die für den Sport geboten werden, wie z.B. Vereins- und Schulangebote, Spielplätze, Parks und Radwege, gibt es gute Noten. Doch leider scheinen diese Angebote nicht ausreichend genutzt zu werden.

Bei der Bewertung der körperlichen Aktivität erhielt der Nachwuchs hierzulande sogar die Note „4“. Das bedeutet, dass es lediglich ein Fünftel von ihnen schafft, sich täglich mindestens die von der WHO empfohlene eine Stunde aktiv zu bewegen. Die meisten Kinder und Jugendlichen (80 %), aber auch Erwachsene verbringen sitzend mindestens zwei Stunden pro Tag vor dem Bildschirm von TV, Computer, Smartphone & Co.

Auch zu Fuß sind die Deutschen nur eingeschränkt unterwegs: Lediglich etwas mehr als die Hälfte von Ihnen gehen zu Fuß oder fahren per Rad zur Schule. Im internationalen Vergleich entspricht das der Note „3“. Hier schneiden afrikanische Länder, aber auch europäische Staaten wie die Niederlande, England oder Slowenien deutlich besser ab.

Eine hohe Bewegungsträgheit im Kindesalter führt zu einem erhöhten Risiko, sich auch im Erwachsenenalter zu wenig zu bewegen und damit Übergewicht, Herzinfarkt oder Schlaganfall zu begünstigen. Eine mangelnde körperliche Fitness liegt in der Rangliste der häufigsten Todesursachen auf Rang fünf, so die Wissenschaftler.

Beauty und ästhetische Medizin

Keimbelastung auf Brillen

Wer eine Brille trägt, der weiß, wie oft sie auf- und abgesetzt, zurechtgerückt und leider viel zu selten geputzt wird. Da ist es nicht verwunderlich, dass sie schnell die unerwünschte Funktion einer Bakterienschleuder einnimmt.

Wissenschaftler der Hochschule Furtwangen haben im Rahmen einer Studie gemessen, wie hoch die Keimbelastung auf Brillen tatsächlich ist. Untersucht wurden Proben, die von den Gläsern, Brillenrahmen und Nasenpolstern unterschiedlicher Träger genommen wurden. Auch Senioren, die in einem Pflegeheim wohnten, waren unter den Probanden.

Im Ergebnis zeigte sich, dass bereits bei allen Brillen eine Übertragung der Bakterien von der Hautoberfläche beziehungsweise den Schleimhäuten auf die Brillenoberfläche vollzogen hatte. Über 1.400 unterschiedliche Bakterien pro Quadratzentimeter des jeweiligen Brillenstückes konnten gemessen werden. Die Keimbelastung der Brillen von den Seniorenheimbewohnern lag im Durschnitt sogar bei 2.000 Keimen.

An den Stellen, wo die Brille in direktem Hautkontakt steht, wie beispielsweise am Nasenpolster, konnten Spitzenwerte von 660.000 Keimen pro Qadratzentimeter gemessen werden. Dass die Senioren höhere Werte in der Keimbesiedlung der Brillen aufwiesen, ist wohl einfach darauf zurückzuführen, dass die Träger ihre Brillen weniger putzten. Die eigentlich störenden Verunreinigungen fallen den Trägern offensichtlich weniger stark auf, und das Putzen der Brillen erscheint ihnen daher weniger notwendig zu sein.

Normalerweise sind die auf den Brillen befindlichen Bakterien, die sogenannten Staphylokokken, ungefährlich. Doch sobald die Immunabwehr der Betroffenen eingeschränkt funktioniert, kann es zu einer unnötigen Ausbreitung mit einer folgenden Infektion kommen.

Nicht nur für die Träger einer Brille zur Sehkorrektur, sondern auch für alle anderen Menschen, die gerne eine Sonnenbrille tragen, ist es wichtig, Brillengläser sowie insbesondere Bügel und Nasenpolster regelmäßig zu reinigen.

Beeinflussen Kosmetika in der Schwangerschaft die spätere Pubertät des Kindes?

Bestimmte Inhaltsstoffe in Mitteln zur Körperpflege, die von schwangeren Frauen benutzt werden, scheinen zu einem früheren Beginn der Pubertät des Nachwuchses zu führen.
Zu diesem erstaunlichen Ergebnis kam eine Langzeitstudie, die einen entsprechenden Zusammenhang zwischen zwei Kosmetik-Inhaltsstoffen, dem sogenannten Diethylphthalat sowie dem Triclosan, und einem früheren Beginn der Pubertät insbesondere bei Mädchen belegen konnte.

Seit 1999 untersuchten Wissenschaftler den möglichen Einfluss von Schädlingsbekämpfungsmitteln auf Schwangere und deren Kinder. Zu diesem Zweck nahmen sie auch die dort verwendeten Phthalate, Parabene und Phenole ins Visier. Triclosan zählt zu den Phenolen und wird gemeinsam mit anderen Parabenen zur Konservierung eingesetzt.

Diethylphthalat findet als Duftstoff-Binder in Kosmetika Verwendung. Es wird angenommen, dass diese Verbindungen das Hormonsystem von Frauen verändern. Untersucht wurden sowohl die entnommenen Urinproben der schwangeren Frauen als auch die der Kinder im Alter von neun und in den folgenden vier Jahren. Mit Hilfe eines standardisierten Tests wurde der Beginn der Pubertät gemessen.

Im Ergebnis zeigte sich der folgende Zusammenhang: Ein erhöhter Anteil an Monoethylphthalat (eine Vorstufe des Diethylphthalat) im Urin der werdenden Mutter führte zu einer um ein halbes Jahr vorgezogenen Entwicklung der Schambehaarung bei den Töchtern. Ebenso ließen hohe Gehalte an Triclosan die erste Monatsblutung etwa fünf Monate früher eintreten. Eine vorzeitige Brustdrüsen-Entwicklung ging ebenfalls mit hohen Methylparaben-Gehalten im Urin der Mädchen einher.

Auch bei dem männlichen Nachwuchs setzte die Schambehaarung und die Reifung der Geschlechtsorgane entsprechend früher ein, wenn die Mutter in ihrer Schwangerschaft häufig Kosmetika mit Propylparabenen angewendet hatte.

Vitalstoffe und Ernährung

Erkältungen: Vitamin C verkürzt Dauer und lindert Symptome

Wer bei einer Erkältung eine zusätzliche Dosis Vitamin C einnimmt, kann die Krankheitsdauer und die Ausprägung der Symptome senken. Wissenschaftler aus China fassten in einer hochwertigen Analyse alle placebokontrollierten Ernährungsstudien zusammen, die eine Wirkung von Vitamin C auf Erkältungen untersucht hatten. Durch die Zusammenfassung der Ergebnisse vieler Studien im Rahmen einer umfangreichen Analyse wird die Aussage einzelner Studien, die oft zu gegensätzlichen Diskussionen führten, relativiert.

Ergebnisse
Nach der Auswertung von insgesamt 9 Studien ziehen die Wissenschaftler ein positives Fazit. Die Einnahme einer zusätzlichen Dosis Vitamin C kann demnach die Dauer von Erkältungen reduzieren und Symptome wie Brustschmerzen, Fieber und Schüttelfrost lindern.

Zusammenfassung
Die Einnahme einer zusätzliche Dosis Vitamin C hilft nach den Ergebnissen dieser Analyse zur Linderung einer Erkältungskrankheit.

Zinkmangel im Alter

Ein Zinkmangel kann zu unerwünschten Veränderungen des Blutzucker- und Blutfettspiegels führen und begünstigt Entzündungen. Besonders häufig betroffen sind Menschen im hohen Alter, insbesondere in Pflegeheimen. Aus diesem Grund untersuchten Sales und Kollegen die Zinkversorgung von 255 älteren Pflegeheimbewohnern sowie deren Blutfett- und Entzündungsparameter im Blut.

Ergebnisse
Teilnehmer mit einem Zink-Gehalt unter 71,1 µg/dl und die somit zur Gruppe der 25 % am schlechtesten Versorgten gehörten, hatten im Vergleich zu den anderen Teilnehmern deutlich höhere Triglycerid-, LDL-Cholesterin- und Gesamtcholesterinkonzentrationen im Blut. Ebenso waren die Entzündungsparameter Interleukin 6 (IL-6) und Tumornekrosefaktor-alpha (TNF-alpha) im Vergleich zu den besser versorgten Teilnehmern erhöht.

Zusammenfassung
Ein Zinkmangel, der insbesondere durch zunehmendes Alter begünstigt wird, verschlechtert die Blutfett- und Entzündungswerte.

Schwangerschaft & Probiotika

 

Schlaganfallrisiko maßgeblich durch ungesunden Lebensstil bestimmt, durch Vererbung weniger

Das Risiko, einem Schlaganfall zu erleiden wird bekanntermaßen davon bestimmt, ob die Betroffenen genetisch vorbelastet sind. Einen deutlich größeren Einfluss auf das Risko jedoch hat der Stil, in dem die Betroffenen ihr Leben führen. Wer sich also beispielsweise ungesund ernährt, sich wenig körperlich bewegt, raucht oder unregelmäßig schläft, erhöht sein Schlaganfallrisiko um zwei Drittel. Vorbelastete Gene lassen das Risiko dagegen um ein Drittel ansteigen. Liegen beide dieser ungünstigen Parameter vor, so erhöht sich das Gesamt-Schlaganfallrisiko um etwas mehr als das Doppelte.

Im Umkehrschluss bedeutet das, dass genetisch vorbelastete Menschen ihr ohnehin erhöhtes Schlaganfallrisiko durch eine gesunde Lebensweise reduzieren können. Aber auch alle anderen Menschen ohne diese Gene schlagen großen gesundheitlichen Profit aus einer gesunden Lebensweise.

Britische und deutsche Wissenschaftler nahmen zunächst die Zusammenhänge zwischen dem Schlaganfallrisiko und der genetischen Vorbelastung, wie sie bereits in vergangenen Studien an weißen Europäern festgestellt wurden, näher unter die Lupe und konnten bestimmte Gensequenzen für das erhöhte Risiko benennen. Diese Gensequenzen verglichen sie mit den biogenetischen Daten bereits erfasster Menschen, die zusätzlich Angaben zu ihrem Lebensstil gemacht hatten.

Besonders gesund lebten demnach Menschen, die nicht rauchten, nicht übergewichtig waren, mindestens drei Stunden wöchentlich moderat körperlich aktiv waren und sich gesund ernährten mit Obst, Gemüse, etwas Fisch und wenig verarbeitetem und rotem Fleisch. Die Daten von 306.000 Teilnehmern, die über mehrere Jahre gesammelt wurden, flossen in die Studie ein.

Bei der Auswertung zeigte sich, dass eine ungünstige genetische Vorbelastung das Schlaganfallrisiko um 35 % erhöhen kann, unabhängig vom Alter, Geschlecht und allgemeinen Schlaganfallrisikofaktoren. Ein ungesunder Lebensstil treibt das Schlaganfallrisiko noch mehr in die Höhe: Entsprechend ungesund lebende Menschen erhöhen ihr Risiko um 66 %, unabhängig davon, ob sie genetisch vorbelastet sind oder nicht.

Die Wissenschaftler konnten den wichtigen Schluss ziehen, dass genetisch vorbelastete Menschen, die zudem ungesund leben, das Schlaganfallrisiko um 130 % erhöhen. Grundsätzlich gelte es also, einen gesunden Lebensstil zu pflegen, insbesondere für Menschen, die bereits ein erhöhtes Schlaganfallrisiko von Geburt an haben.

Anti-Aging – Alt werden, jung bleiben

Geringeres Brustkrebsrisiko bei Frühaufsteherinnen?

Manche Menschen kommen morgens früh auf die Sprünge, andere hingegen sind eher nachtaktiv und benötigen in den Morgenstunden etwas mehr Zeit, um richtig wach zu sein. Es ist bekannt, dass diese beiden unterschiedlichen Aktivitätstypen unter anderem vom Erbgut bestimmt werden.

US-amerikanische Wissenschaftler untersuchten nun die Daten von über 400.000 Frauen, um herauszufinden, ob das Risiko, an Brustkrebs zu erkranken, davon abhängt, ob die Betroffenen eher den Frühaufstehern oder den „Nachteulen“ zuzuordnen sind.

Sie fanden heraus, dass die Frauen, deren Schlafrhythmus etwas nach hinten verschoben ist, ein um 40 % erhöhtes Brustkrebsrisiko haben im Vergleich zu den Frauen, deren Tagesbeginn eher auf den Morgen ausgerichtet ist. Ebenso fanden sie heraus, dass eine weitere Stunde Schlaf über die empfohlenen sieben Stunden hinaus das Risiko um durchschnittlich 20 % erhöhen könnte.

Die Wissenschaftler weisen darauf hin, dass nach ihren Erkenntnissen das erhöhte Brustkrebsrisiko nicht auf mögliche Schlafstörungen zurückzuführen sei, sondern eher auf einen veränderten Tag-Nacht-Rhythmus, so wie er beispielsweise auch bei Schichtarbeitern vorliegt.

Ein Lebensrhythmus gegen die innere biologische Uhr in einer gängigen Lebenswelt, die durch einen frühzeitigen Beginn in den Morgenstunden charakterisiert ist, könnte die Ursache für ein erhöhtes Brustkrebsrisiko sein. Ebenso könnten Faktoren aus der Umwelt, wie z.B. Lichteinfluss, oder die vorhandenen Gene jedes einzelnen Menschen verantwortlich sein. Für mehr Aufklärung stehen weitere Studien zu diesem Thema an.

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